Das Travel Setup von Martin Eichenberg

Wer bist Du?

Ich heiße Martin Eichenberg und habe den Quatsch hier auf die Beine gestellt. Ich gehe straff auf die 33 zu und lebe als gebürtiger Rheinländer seit inzwischen 6 Jahren im schönen Stuttgart. Zu lesen bin ich unter anderem bei Twitter und natürlich hier im Blog.

Was tust Du und warum reist Du?

Ich bin ITler bei Daimler FleetBoard in Stuttgart und betreue dort unter anderem internationale Projekte, was mich hin und wieder in die weite Welt treibt. Aber auch privat reise ich leidenschaftlich gerne und konnte vor 2 Jahren den letzten jungfräulichen Kontinent auf meiner Stecknadel-Weltkarte beflaggen.

Wie ist Dein Travel Setup?

Bevorzugtes Transportmittel

Ich fliege gerne … sehr gerne und da ich in den meißten Fällen Interkontinental unterwegs bin, gibt es auch keine echte Alternative. Mein Arbeitgeber ist so nett und lässt mich in der Regel vor dem Vorhang Platz nehmen.

Das Qualitätsgefälle der Airlines ist eklatant. Ich fliege fast ausschließlich auf Airlines der Star Alliance und die Lufthansa ist in Punkto Service definitiv einer der schwächeren Fluglinien. Maß aller Dinge ist und bleibt die Business Class von Singapore Airlines.

Vielflieger- / Hotelstatus

Lufthansa Senator, Hilton HHonors

Lieblingsflughafen

Zürich (ZRH). Ohne Wenn und Aber. Der Flughafen ist offen, hell, modern, organisiert und unendlich entspannt. Die Wege sind kurz bzw werden durch die originelle Bimmelbahn kurzweilig überbrückt. In der Halle kann man entspannt einen Kaffee genießen und dabei entspannter Pianomusik lauschen. Ich transite gerne dort.

Absolutes Negativbeispiel ist neben Sao Paulo (GRU) (laut und unorganisiert) Frankfurt am Main (FRA). Die Laufwege sind endlos und die Hallen immer überfüllt. Eine Umsteigezeit von 60 Minuten ist hier oft sehr knapp bemessen und hat mit entspanntem Reisen wenig zu tun. Abgesehen davon hat die Lufthansa vor kurzem eine sensationelle SEN Lounge im Terminal B eröffnet. Trotzdem: wann immer es möglich ist, versuche ich einen Bogen um FRA zu machen.

Lieblingsgepäckstück(e)

Ich muss zugeben, ich stehe auf Gepäck und gebe gerne Geld dafür aus … wenn es nach mir gehen würde sogar monatlich. 😉

Auf privaten Campingreisen schwöre ich auf meinen Deuter Quantum Rucksack. Er bietet ausreichend Platz, einen guten Tragekomfort und lässt sich prima von vorne be- und entladen. Bei Flugreisen verschwindet das gesamte Teil in einer mitgelieferten Nylonhülle, was Schäden am Gurtzeug vermeidet.

Geschäftlich bin ich in der Regel mit Rimowa Alubesteck der Serie Topas unterwegs. Hiervon besitze ich sowohl den 82l 4 Rollen Kamerad als auch den IATA Trolley. Letzteren bewusst mit 2 Rollen, da hierdurch einige Liter an Volumen mehr zur Verfügung stehen. Die Teile sind wirklich jeden Cent wert und nahezu unkaputtbar.

Mit dem kleinen Kerl komme ich in der Regel 4 Tage lang klar. Dann ist der Trolley aber auch rappelvoll und brachte beim letzten Wiegen stolze 13kg auf die Waage.

Rechner und Kleinkram trage ich einer custommade Crumpler Tasche umher.

Travel Essentials

MacBook Air 11

Für mich der ideale Reisebegleiter: schnell, ultrakompakt und robust.

iPhone

Die Kommunikationszentrale und Organizer. Sämtliche Reiseunterlagen befinden sich in digitaler Form auf diesem Device. Nach Hause bzw. in die große weiße Wolke funken und mich mit Musik unterhalten … that’s her job!

Noise Cancelling Headphones

Ohne die Dinger will ich nicht mehr los. Die Bose QuietComfort 15 lassen mich aus dem Alltagslärm entfliehen. Aufsetzen, Schalter an, Ruhe! Die Kopfhörer ermitteln über Mikrofone die Umgebungsgeräusche und erzeugen ein Gegenrauschen. Das funktioniert besonders gut bei monotonen Geräuschen: Klimaanlagen, Turbinenlärm in der Flugzeugkabine, im Zug. Wirklich Sensationell!

Ohrstöpsel nach Maß

Vor einigen Wochen habe ich mir Ohrstöpsel nach Maß bei Kind anfertigen lassen. Die Dinger sind sensationell komfortabel zu tragen und eignen sich perfekt zum Schlafen oder Arbeiten im Flugzeug.

Airport Express

Das ist mein WLAN für unterwegs. In vielen großen Hotels gibt es Internet nur aus der Dose. Mit dem kompakten Airport Express habe ich mein WLAN immer dabei: Gerät in die Steckdose, LAN Kabel rein, fertig. Alle WLAN fähigen Geräte können nun im Hotelzimmer mit Internet versorgt werden. Zusätzlich kann vom iPhone aus Mucke auf den Fernseher oder eine eventuell vorhandene Stereoanlage gestreamt werden. YEAH!

Schlafanzug

Ja, ich trage auf JEDEM Langstreckenflug einen Schlafanzug. Kurz nach dem Start verschwinde ich zum Klamottenwechsel in die Kabinentoilette. Je nach Airline, Klasse und Flugzeug kann das recht abenteuerlich werden, aber der Aufwand lohnt sich, denn man sitzt bzw. liegt um ein vielfaches bequemer und schont die Straßenkleidung für die Ankunft.

Hierzu noch eine kleine Anekdote:
Auf einem Langstreckenflug nach Asien ist die Schlafanzugnummer eimal schief gegangen. In der Regel wechsle ich nach dem Frühstück wieder in meine Tagesklamotte. Das hat bei besagtem Flug nicht ganz so gut funktioniert, da wir uns in heftigen Turbulenzen befanden und ein Besuch der Toilette beim besten Willen nicht möglich war. Tja, und so passierte es, dass ich den Touchdown tatsächlich im Schlafanzug erlebte und dann am Boden nochmal das Örtchen aufsuchen musste. Das Kabinenpersonal hatte seinen Spaß und mir war das endlos peinlich.

Tips&Tricks

Beim Packen bin ich inzwischen zur viel diskutierten Rolltechnik übergegenagen. Es ist wirklich erstaunlich, wie extrem man die Packungsdichte dadurch erhöhen kann. Hierbei sollte man jedoch sicherstellen, dass man bügelfreie Hemden dabei hat, um hier unnötige Bügelaction im Hotel zu vermeiden. Diese Packtechnik ermöglicht mir meistens mit meinem kleinen IATA Trolley auszukommen, was lästiges Warten am Gepäckband und Ärger mit fehlgeleiteten Koffern vermeidet.

Inzwischen Reise ich (abgesehen vom Reisepass) nahezu papierlos. TripIt unterstützt mich beim Organisieren meiner Reise ideal. Alle Buchungsbestätigungen und sonstige Informationen können komfortabel importiert werden und können dann übersichtlich am SmartPhone inkl. Kartenmaterial und Wegbeschreibung betrachtet werden. Aber damit nicht genug. TripIt bietet in der Pro Version einen digitalen TravelAgent. Dieser informiert mich via SMS und/oder eMail über Änderungen des Abflugsteigs, Verspätungen und erinnert mich an den rechtzeitigen Checkin. Mit TripIt bin ich immer auf dem Laufenden.

Bei der Sitzauswahl unterstützen mich SeatGuru und SeatExpert. Seatmonitoring übernimmt ExpertFlyer für mich. SeatMonitoring? Ganz einfach: SeatGuru teilt mir zum Beispiel mit, dass ich unbedingt auf Sitz 4A platz nehmen sollte, da es dort nicht so laut ist und es auch noch 3cm mehr Beinfreiheit gibt. In den seltensten Fällen ist dieser Premiumsitz dann auch buchbar. Entweder hat ihn bereits jemand anderes reserviert, oder der Sitz steht nur für noch wertvollere Airlinekunden zur Verfügung. Nun kann ich ExpertFlyer bitten, diesen Sitz für mich im Auge zu behalten. Sobald der Sitz buchbar ist, werde ich per eMail benachrichtigt und kann zuschlagen. Das führt fast immer zum Erfolg.

Deine nächste Reise?

In den Kreißsaal.

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