Das Travel Setup von Karsten Sauer

Wer bist Du?

Ich bin Karsten Sauer, online eher unter @sauerstoff bekannt oder in den letzten Tagen als Sauer4.0. Geografisch lebe ich teils in Frankfurt teils in Dornbirn (Österreich), wohin ich spätenstens jedes zweite Wochenende hinpendele. Per Definition bin ich also sowas wie ein Langstreckenpendler.

Was tust Du?

Ich arbeite für die Deutsche Bahn und kümmere mich hier um IT-Projekte, meistens sehr weblastige. Überwiegend bin ich dabei in Frankfurt, wobei ich eigentlich in Stuttgart stationiert bin. Meine Aufgaben bringen mich aber auch durch den Rest der Republik. Es ist nur eine Frage der Zeit bis ein ICE nach mir benannt wird oder ich zumindest einen festen Platz in jedem eingerichtet bekomme.

Wie ist Dein Travel Setup?

Ich bin berufsbedingt selbstredend meistens mit der DB unterwegs – und das meistens auf der immerselben Achse Frankfurt-Stuttgart-Dornbirn. Wobei das bis runter nach Ulm ganz gediegen und schnell mit dem Fernverkehr geht, danach geht es meistens mit dem Nahverkehr runter zum Bodensee. Und da ich wirklich fast alles mit der Bahn abwickele ist mein Travel-Setup sicher eines der schlichtesten, da es hierbei im Wesentlichen auf leichtes Gepäck und schlaue Planung ankommt.

Mein Lieblingsbahnhof ist selbstverständlich der Hauptbahnhof Frankfurt am Main. Er hat eh einen Bonus, weil ich Frankfurter bin, aber ich finde ihn auch achitekturell und mit seiner Ausstattung sehr angenehm (und ich kann es mir nicht verkneifen: zehnmal erhaltenswerter als den Stuttgarter). Ausserdem frühstücke und esse ich gern in der Kantine am Gleis 24, die gleichzeitig meine ausgelagerte Küche ist und Einkaufen zu schrägen Uhrzeiten kann ich am Hauptbahnhof auch.

Am liebsten reise ich mit Minimalgepäck. Es ist ja nicht so wie beim Auto, wo ich einfach alles in den Kofferraum legen kann und erst am Zielort wieder ran muss, sondern ich muss mit allem Gepäck mindestens einmal, eher drei mal umsteigen. Minimalgepäck ist dann meistens der schlanke Incase-Compact-Backpack mit Rechner(n) und Unterlagen drin plus eine dünne Nylon-Reisetasche, die fast nichts wiegt, aber eine Menge aufnehmen kann. Leider ist sie nicht abschließbar – ist aber auch noch nie etwas weg gekommen.

Was muss auf jeden Fall mit?

  • iPhone. Ohne das kleine Schwarze geht aber so gar nichts. Twittern, Mailen, Surfen, Anschlüsse suchen, Foursquare, Musik und Freifragezeichen hören, Whatsapp u. s. w. Das iPad ist meistens auch an Bord – ideal für Zugfahrten: Filme schauen, auf Instapaper Geparktes lesen oder auch Vorlesungen auf iTunes U schauen.
  • Kopfhörer. Einmal auf den Ohren gehabt, seitdem schwöre ich auf die AKG450 – auch wenn man tendenziell nach einer Weile ein Ersatzkabel braucht.
  • Ladegeräte – naja, eigentlich nur das für das iPhone, die Memme ist ja schnell am Ende. Das Pad kriegt man ja nicht leer.
  • Kleingeld. Mal schnell in Ulm beim Umsteigen die Currywurst mit Jalapenos oder Röstzwiebeln geschnappt. Da sollte man es klein haben.
  • Das war es eigentlich schon. Achja: Die Jacke sollte besser eine mit vielen Taschen sein, bei der man schnell von außen an alles ran kommt. Nichts ist lästiger als auf Achse ewig in den Abgründen zu wühlen.

Mein zentrales Online-Tool auf Reisen ist ganz klar der DB Navigator und das am liebsten auf dem iPad wegen der coolen Landkartenansicht. Ich kenne zwar meine regulären Verbindungen grob auswendig, aber manchmal kommt es ja tatsächlich vor, dass auch ich einmal improvisieren muss. Davor bin ich als Mitarbeiter komischerweise nicht gefeit. Und wenn dann vorm Fenster die typischen Landmarken vorbeiziehen und der Zug merklich langsamer wird wir schnell gecheckt, ob der Anschluss noch klappt, oder ob ich eine Pause einlegen darf.

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