Das Travel Setup von Nils Ullmann

Wer bist du?

Mein Name ist Nils Ullmann (@moselblick) und ich bin gebürtiger Fast-Rheinländer der mit Umwegen über Mainz und Koblenz in Karlsruhe gelandet ist. Nach anfänglicher Skepsis dieser Stadt gegenüber kann ich mittlerweile nur davon schwärmen und jedem raten die Stadt einmal zu besuchen.

Was tust du und warum reist du?

Nachdem ich 4 Jahre lang das Rheinland und Nordrhein-Westfalen als Pre-Sales Engineer für Astaro (Hersteller einer UTM Lösung aus Karlsruhe) ungesicher gemacht habe, verspürte ich letztes Jahr den Drang ein wenig Erfahrung im Ausland zu sammeln und bin nun Mitglied des EMEA Teams. In dieser Funktion kümmere ich mich einerseits um die Aus- und Weiterbildung unserer Kunden und Geschäftspartner und andererseits um Projektunterstützung in größeren Netzwerken.

Wie ist dein Travel Setup?

Meistgenutztes/Bevorzugtes Transportmittel

War ich in der ersten Phase meines Jobs beruflich meist auf Deutschlands Autobahnen zu finden und dort vor allem ein Stammgast des Kölner Rings, so nutze ich heute doch meist den Flieger und dürfte mit meinen wöchentlichen Reisen in die Kategorie der Frequent Traveller fallen.
In der Regel beginnen meine Reisen mit einer Zugfahrt von Karlsruhe zum Flughafen Fernbahnhof in den ICEs der DB und seit ich hier die erste Klasse benutzen darf bin ich auch hochzufrieden. Meist pünktlich und sauber bringen mich diese Züge in sensationellen 60 Minuten zum Ziel.
Danach geht es überwiegend, wenn nicht gar ausschließlich mit den Fliegern der Lufthansa weiter, diese bieten zwar nicht den besten Service am Himmel, aber das Gesamtpaket aus Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Service und einem ausgedehnten Netz sind für mich immer noch unschlagbar.

Lieblingsbahnhof / -flughafen

Einen wirklichen Lieblingsbahnhof oder Flughafen habe ich eigentlich nicht, aber die Kombination Karlsruhe – ICE – Frankfurt Flughafen FernbahnhofAIRail Terminal finde ich super. Speziell den Check-in direkt im Fernbahnhof kann ich nur wärmsten empfehlen. An die Wege im Flughafen muss man sich natürlich erst gewöhnen, gerade wenn das Abflug Gate irgendwo am Ende von A oder in C liegt sollte man in seinen Schuhen schon gut laufen können. Aber wie gesagt, da ich keine Wahl habe… (ob sich das mit Stuttgart21 ändert?)
Neben dem bereitserwähnten AIRail Terminal kann ich Frankfurt dann noch die SEN Lounge im Terminal 1B empfehlen und die Tower Lounge in 1A. In beiden Lounges lässt sich gepflegt und entspannt aufs Flugzeug warten. Nur in der Zeit zwischen 7 und 9 Uhr am Morgen sucht man sich am Besten ein anderes Plätzchen.

Lieblingsgepäckstück(e)

So langsam fange ich an gutes Gepäck zu lieben. Fragte ich mich am Anfang noch warum ich viele hundert € für Koffer von Rimowa ausgeben soll, so liebe ich mittlerweile alles was mir die Last von meinen Schultern nimmt und sich vor Allem gut rollen läßt (und es gibt einen Unterschied zwischen rollen und rollen).
Ständig an meiner Seite zu finden ist ein Rimowa Bolero Business Trolley. Das gute Stück bietet mit 23l Fassungsvermögen auch Mal Platz für den One-Night Trip, dient aber ansonsten als Behausung meines technischen Equipments.
Handelt es sich um die üblichen 3 Übernachtungen so packe ich mein Zeugs in einen Rimowa Salsa Deluxe Multiwheel. Mit diesem Koffer lässt sich auch 2 bis 3 Wochen in Urlaub fliegen und durch sein geringes Gewicht kann ich ziemlich viel zuladen.
Wer schon des öfteren Mal eine IT Schulung bei einem fremden Unternehmen gehalten hat, weiß das man sich nicht unbedingt immer so auf deren Equipment verlassen kann, um nicht zu sagen, wer sich darauf verlässt ist oft auch verlassen, speziell wenn es sich dabei um Netzwerk Equipment handelt. Virtualisierung sei Dank muss ich nun kein ganzes Rack mit mir rumzerren, sondern kann mich auf dieses kleine 4U Roto Rolling Rack verlassen. Da passt dann ein 28-Port Gigabit Switch und ein kleiner aber kraftvoller Server rein und schon hat man sein eigenes Netzwerk Environment für bis zu 16 Personen im Gepäck und kann allen Widrigkeiten zum trotz ein gutes Training machen. Angenehmer Nebeneffekt und bei Anschaffung gar nicht bedacht, anstatt einen halben Tag den Raum vorzubereiten ist man auch gerne Mal in 5min fertig und kann so im Zweifel einen Tag später losfliegen.

TravelEssentials

  • iPad – mit der wichtigste Begleiter bei längeren Reisen – schnell mal einen Film vom heimischen NAS streamen war mittels VPN und GoodPlayer noch nie so leicht wie jetzt und das man das Gerät üblicherweise auch noch gleich an den Flatscreen im Hotel anschließen kann (mittels HDMI Adapter) ist natürlich sehr angenehm.
  • iPhone – ist vor allem im Flieger ein schöner Begleiter um bei sanfter Musik hinweg zu schlummern und beinhaltet üblicherweise auch sämtliche meine Reisedokumente in digitaler Form.
  • Bose QuietComfort 15 gehören seit dem ersten Probehören definitiv in den Trolley jedes Vielfliegers. Gerade im Zug oder im Flieger wirkt das Noise Canceling wahre Wunder und funktionieren bei mir besser als jeder Rotwein oder Schlaftablette um einzuschlafen
  • der SKROSS World Adapter Pro USB wurde eher zufällig und aus langeweile in mein Gepäck mit aufgenommen, aber mittlerweile möchte ich ihn nicht mehr missen. Einerseits finde ich nahezu überall Strom und durch den USB charger brauche ich absolut keine anderes Ladegerät mehr mit zunehmen
  • beim Amazon Kindle Keyboard handelt es sich um eben einen solchen Verlegenheitskauf, aber er ist nicht minder erfüllend. Wenn es darum geht ein Buch zu lesen bisher unangefochten die Nummer 1
  • der alte Airport Express ist immer hilfreich wenn Hotels auf seltsame Ideen mit ihrem WiFi kommen, im Moment scheint es mir sehr inn zu sein die Zugangsdaten auf eine MAC Adresse zu beschränken, also AirPort in die Wand geklopft und los gehts
  • am BlackBerry Torch führt leider auch kein Weg vorbei da es sich dabei um das Company Telefon handelt

Tips&Tricks

Welche Tipps könnte ich denn so parat haben und dann auch noch welche die nicht schon hier genannten worden sind von meinen Vorrednern. Also die Packtechnik ist mir schon Mal egal, mein Koffer ist groß genug.
Natürlich benutze auch ich TripIt um meine Reisen zu planen und die Apps der DB und Lufthansa um meine Tickets digital im iPhone abzulegen was letztlich viel Zeit bei der Planung und beim Schlange stehen spart. In diese Riege der unverzichtbaren Apps zählt für mich dann auch OffMaps um sich auch Mal bei ausgeschaltetem Roaming orientieren zu können.
Konzentrieren möchte ich mich aber vor allem auf drei für mich wichtige Tipps die mir das Reisen leichter und komfortabler gemacht haben:

  • ein zweiter Reisepass, mir war völlig unklar das man einen solchen überhaupt beantragen kann, aber seit ich ihn habe möchte ich ihn nicht mehr abgeben, während man schön mit einem Pass auf Tour ist kann man…
  • … den Zweiten zum VISA Dienst (IVDS ist der meines Vertrauens) seines Vertrauens schicken und diese übernehmen die ganzen unangenehmen Formalitäten (Besuch der Botschaft, …) für einen. Vorbei sind auch die Zeiten in denen ich mich selbst durch die Einreisebestimmungen quälen musste, jetzt bekomme ich nur noch eine Liste mit Requirements und das Thema ist erledigt. VISA Dienste sind oft nicht ganz billig, aber sie sparen unglaublich viel Zeit ein und wenn die Zeit trotzdem Mal nicht reicht (um den Pass postalisch nach Hause zu liefern), dann kann man sich mit den Kollegen auch am Flughafen treffen – perfekt!
  • Ein letztes großes Ärgernis sind die Wartereien auf ausländischen Flughäfen, denn hier hilft einem der Lufthansa FTL meist nicht dabei in eine Lounge zu kommen und dabei lautet meine Faustregel, selbst die schlechteste Lounge ist besser als auf dem Gang gesessen. Dieses Problem kann man auf zwei Wegen lösen, entweder man wird schnell Lufthansa Senator (das war bei mir nicht wirklich absehbar) oder man erschleicht sich auf anderen Wegen eine Star Alliance Gold Mitgliedschaft. Der einfachste und schnellste Weg dort hin das Vielflieger Programm Miles&Bonus von Aegan Airlines. Gerade Mal 20.000 Meilen benötigt man hier zur goldenen Karte und darf damit in jede Lounge in der Star Alliance Gold Member willkommen sind – das macht das Warten doch um einiges Angenehmer.

Nächste Reise…

… führt mich erst einmal nach Hause um etwas Zeit mit den Lieben zu verbringen. Danach geht es dann zur Cebit, nach Paris, Kopenhagen, Skopje, Moskau und weiter habe ich den Plan gerade nicht im Kopf.

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