Das Travel Setup von Silvio Rebmann

Wer bist du?

Ich bin Silvio Rebmann, gehe straff auf das 31. Lebensjahr zu und lebe seit fast 12 Jahren im Berliner Friedrichshain. Nachdem ich meine Kindheit und Jugend im Herzen der Chemieregion Bitterfeld-Wolfen verbracht habe und zu der Zeit fest davon überzeugt war, dass die Bahn das einzige Verkehrsmittel mit Existenzberechtigung ist, muss ich nach aktuell rund 1100 Flugstunden und dabei circa 750 000 Kilometern zurückgelegter Wegstrecke, einer in die Schweiz ausgewanderten Mutter und einer unerwarteten Berufswahl feststellen, dass ich damit falsch lag!

Was tust du und warum reist du?

Vornehmlich reisen! Im unwahrscheinlichen Fall, dass ich einmal nicht reise, sorge ich dafür, dass andere Menschen dies möglichst angenehm, preisgünstig, stressfrei, aufregend oder exklusiv tun. Als Geschäftsführer des Reisebüro Cube Travel und des Reiseveranstalters USA.TRAVEL beschäftige ich mich sowohl mit den Bedürfnisse unserer Business Reisenden aus allerlei Branchen, als auch der Privatkunden welche New York, die USA oder eine andere Destination dieses Globus besuchen möchten.
Meistens reise ich um für unsere Kunden neue Destination, Produkte und Hotels in Augenschein zu nehmen, oder auf weltweiten Messen die neuesten Reisetrends aufzuspüren. Im Tourismus gilt mehr als anderswo, man kann nur wirklich gut etwas verkaufen was man selbst kennt. In diesem Sinne bin ich etwa 120 Tage im Jahr im „Auftrag“ unsere Kunden zu Land, zu Wasser und in der Luft unterwegs.

Wie ist dein Travel Setup?

Transportmittel

Getreu dem Motto der guten alten Lufthansa muss ich heute feststellen: „There is no better way than fly“! Glücklicherweise lebe ich in einer Stadt mit vernünftigen Anschlüssen an die Welt und profitiere damit von kurzen Wegen zum Flughafen. Obgleich weder der Flughafen Tegel noch Schönefeld den aktuelle Anforderungen an einen internationalen Verkehrsflughafen entsprechen habe ich es doch geschafft mich mit den Gegebenheiten zu arrangieren und schaffe es vielfach zu meiner eigenen Verwunderung, absolut relaxed auf einen jeden Flug zu gehen!
Aufgrund vieler unterschiedlicher Konstellationen bin ich in der angenehmen Situation üblicherweise Business- oder FirstClass fliegen zu können und im unwahrscheinlichen Fall, dass die jeweilige Airline nur Economy Class Service anbietet auch dabei zumeist recht angenehm auf vorab reservierten Sitzplätzen mit dem ein- oder anderen Privileg zu reisen.
Meiner Flugstatistik nach reise ich offensichtlich am häufigsten mit Lufthansa, Air Berlin und British Airways, obgleich ich versuche möglichst häufig neue Airlines und Produkte zu testen. Mein aktuelles Lieblingsprodukt ist die Qantas First Class welche ich kürzlich auf 4 Flügen intensiv in Augenschein nehmen durfte.

Sollte es doch einmal so sein, dass fliegen aus welchem Grunde auch immer nicht möglich ist, dann Reise ich üblicherweise 1. Klasse mit der Deutschen Bahn und nutze dabei gern Züge welche mit dem Wagenpark des ehemaligen Metropolitan (Zugnummern 1101, 1196, 1107 und 1194 zwischen Berlin und Leipzig bzw. zwischen Leipzig und Hamburg) gefahren werden oder den CityNightLine im Schlafwagen mit DU/WC, vornehmlich auf der Strecke von Zürich HB nach Berlin.

Vielflieger- / Hotel- / Bahnstatus

Wenn wir alle einmal ehrlich sind, ist die Jagd nach einem Status ja offensichtlich das Einzige was uns am Leben erhält. Trotz intensivster Bemühungen ist die Liste der Statusse eher überschaubar und beschränkt sich auf einen Qantas Platinum und damit einen Oneworld Emerald sowie einen Hyatt Gold Passport Diamond Status. Leider hindert mich mein Bestreben nach einem möglichst diversifizierten persönlichen Eindruck von unterschiedlichen Airlines und Hotelketten daran, weitere werthaltige Statusprivilegien zu „erreisen“.

Lieblingsbahnhof / -flughafen

Einen Lieblingsbahnhof kann ich eher nicht nennen, obgleich mir trotz vieler anfänglicher Vorbehalte der Berliner Hauptbahnhof irgendwie ans Herz gewachsen ist. Architektonisch ansprechend finde ich auch Frankfurt Airport Fernbahnhof, Lissabon Oriente, Barcelona Franca und Washington Union Station.
Was die Flughäfen angeht, würde ich mich dem internationalen Urteil anschließen und in Asien Singapore und in Europa München nennen. In Amerika kann ich wenig gute Flughäfen feststellen, da dort vieles vom jeweiligen Terminal abhängt. Fliegt man nach JFK zum Beispiel, ins Internationale Terminal T4 ist zumeist alles gut. Wohingegen das American Airlines T8 und das Delta T3 zumeist eine reine Katastrophe sind, gleiches gilt für Miami und Los Angeles. Ganz gruselig habe ich sowohl Chicago O´hare als auch Washington Dulles in Erinnerung.

Lieblingsairline

Was ist eine Lieblingsairline und kann es eine solche für einen Touristiker überhaupt geben?
Aus Sicht des Reisenden muss ich sagen, ich habe mich zuletzt bei Air Berlin und Lufthansa auf der Kurz- und Mittelstrecke recht wohl gefühlt und auf der Langstrecke bei Swiss, Qantas, BA und Continental Airlines. Leider ist Continental ab 03.03.2012 Geschichte und geht vollends in die neue United auf, was bedeutet, dass bei der Wahl der Flüge in Zukunft viel Fachwissen von Nöten sein wird, um zu erkennen welche Airline die Flüge tatsächlich durchführt.
Aus Sicht des Verkäufers würde ich sagen dass die Zusammenarbeit mit Lufthansa, Air France/KLM/Delta, Air Berlin, British Airways und Continental Airlines am besten funktioniert.
Die Airline meines Herzens ist dabei Intersky. Diese bezaubernde, kleine Airline mit Ihrem „Drehkreuz“ in Friedrichshafen am Bodensee ist in den letzten Jahren der Inbegriff von Familiär geführter Regional Airline für mich gewesen und hat die vielen Reisen zu meiner Mutter in die Schweiz angenehm und schnell gemacht. Nach dem Kauf der Airline durch die Intro Gmbh von Hans Rudolf Wöhrl steht zu befürchten, dass diese Airline wie bereits zuvor die DBA und die LTU früher oder später in die Air Berlin aufgehen werden und damit zu Konzernzubringern degradiert werden.

Lieblingsgepäckstück(e)

Mehr oder minder sind meine Gepäckstücke eine Hassliebe, denn seit Jahren bin ich mit meinem Rimowa Silver Integral Cabin Trolley unterwegs und stehe dabei regelmäßig vor der Frage, ob dieser groß genug oder ggf. zu schwer für meine Bedürfnisse ist. Nach reichlicher Überlegung habe ich mich nun mit ihm arrangiert und irgendwie ist er mir ans Herz gewachsen. Weiterhin reise ich seit circa einen Jahr mit einem Victorinox Seefeld 25“, den mir Lufthansa vor einem Jahr als Ersatz für ein beschädigtes Gepäckstück überlassen hat. Auch diese mittelfristige Beziehung ist eher durch immer wieder auftretende Spannungen und vielleicht auch nur durch viel zu überambitioniertes packen gekennzeichnet.

Was muss auf jeden Fall mit?

Ohne Laptop gehe ich nicht auf Reisen. Meine Wahl fiel dabei auf einen Dell Vostro der V Serie, mit nur 1,5 Kilogramm Gewicht. Weiterhin muss mein iPhone 4S immer dabei sein, bevorzugt auch noch meine Bose Quiet Comfort 3 Kopfhörer, sowie eine Geldscheinklammer mit Gravur. Letztere spart im Ausland ein weiteres Portmonee und ist dabei auch noch praktisch. Last but not least sind 1-2 Universal Steckdosen Adapter sowie mein Montblanc Meisterstück nebst Ledernotizbuch immer dabei.

Tips&Tricks

Da ich vielfach rundreise, ist ständiges ein- und auspacken vollkommen normal für mich. Obgleich das meist nervt, ist unter Zuhilfenahme von Packsystemen aus dem Hause Eagle Creek bisher noch jede Reise mehr oder minder stressfrei verlaufen. Ich nutze konkret ein Pack-It Folder 18“ für knitterfreie Hemden und Anzüge, sowie ein Pack-It Cube zumeist für T-Shirts, Badehose und kurze Hosen, sowie ein Pack-It double Cube für Unterwäsche und Socken. Um eine stressfreie Abfertigung an der Sicherheitskontrolle zu gewährleisten, reise ich seit einiger Zeit nur noch mit Gürteln mit abnehmbarer Schnalle, so zum Beispiel erhältlich bei Gardeur, da dies das nervige komplette ablegen des Gürtels an der Personenkontrolle spart!

Deine nächste Reise?

Meine nächste oder aktuelle? Wenn es um die aktuelle geht, dann lässt sich berichten das ich diese Zeilen auf der Terrasse des, vor 7 Tagen (nach 10-monatiger Renovierung wieder neu eröffneten) Park Hyatt Sydney tippe. Während dieses Trips habe ich das Vergnügen mit dem „Meilenmillionär aus Leidenschaft“ Sven Hennig Melbourne, Sydney, Hongkong und Singapore zu bereisen. Nach Ostern geht es dann für 5 Tage zu einer Hochzeit nach Kapstadt, woraufhin ich umgehend nach Los Angeles weiter reise und im Anschluss eine Rundreise durch North Carolina machen werde. Vor der Rückreise nach Deutschland werde ich dann noch einen Abstecher nach New York machen
Weitere Reise in diesem Jahr werden mich vermutlich erneut nach Singapore und Australien, in die USA, nach England und Südafrika führen. Auch stehen für dieses Jahr die Chancen für eine Reise nach Kanada recht gut. In 2013 ist eine Reise nach Neuseeland recht wahrscheinlich und mit Sicherheit die eine oder andere Kreuzfahrt!

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