Ein Wochenende im CLS 350

Oder: Kontrollbesuch bei Strugghi.

Wie angekündigt, haben Heike, Martin Schmidt und ich uns am Freitag in Richtung Osten auf gemacht. Fahren durften wir mit einem Erprobungswagen (Mercedes-Benz CLS 350) von DaimlerChrysler.

Bilder gibts hier.

Der Wagen war wie erwartet mit allem SchnickSchnack ausgestattet. Das begann mit Banalitäten, wie elektr. verstellbaren Ledersitzen, einem Navigationssystem mit TMC, DVD-Player, elektrisch bedienbarer Sonnenblende vor der Heckscheibe, einfahrbare Kopfstützen (hinten), Einparkhilfe (und in dem Schiff brauch man die wirklich), Fußraumbeleuchtung , Ambientebeleuchtung(!) im Innenraum und als absolutes Hightlight, der radargestützte Tempomat mit Abstandsregelung (DISTRONIC). Da muss ich jetzt auch näher drauf eingehen.

Das System bedient sich folgendermaßen: Man regelt den Tempomaten zwischen 30 und 180 km/h ein. Weiterhin regelt man den gewünschten Abstand zum Vordermann (der sich natürlich an die entsprechende Geschwindigkeit anpasst). Nehmen wir an, wir haben uns dazu entschlossen bei freier Strasse 150 zu fahren. Distronic setzen, und Fuß vom Gas. Solange kein Fahrzeug auf der eigenen Spur fährt, hält das Auto die gewünschte Geschwindigkeit. Sobald ein Fahrzeug vor einem auftaucht bzw einschert, bremst das System das Auto mit einer gewissen Bremskraft herunter und regelt den gewählten Abstand zum Vordermann. All das ohne jegliches Zutun des Fahrers. Wenn die Bahn wieder frei ist, wird man zurück auf die gewählte Geschwindigkeit beschleunigt. Lediglich, wenn stark gebremst werden muss, fordert das Auto einen durch ein optisch/akustisches Signal zum Eingreifen ein. Das Coole ist, dass man den genauen Zustand des Systems (eingestellter Wunschabstand, Distanz des vorausfahrenden Fahrzeugs) im Display ablesen kann. Hätte echt nicht gedacht, dass das so tadellos funktioniert.

Das Fahrerlebnis an sich ist unbeschreiblich, der Motor beschleunigt die knapp 2t in nicht ganz 7s auf 100, und das bei einem genialen Sound. Selbst jenseits der 250 km/h liegt das Geschoss wie ein Brett auf der Straße. Außerhalb von Stuttgart waren wir mit dem Auto ein echter Hingucker. Ein Tankwart “gratulierte” mir zu dem “tollen Auto”. Ich konnte ihn einfach nicht anlügen und gestand, dass ich ihn auch nur mal ausführen darf.

Tja… was soll ich sagen. Ich bin platt und seit Freitag ein echter CLS-Fan. Bei der nächsten Tour muss dann mal die 5l-Maschine herhalten. :)

Als ich den Wagen heute morgen, 1900 km später, schweren Herzens zurückgeben musste, war meine kleine Gertrud mir tatsächlich böse und weigerte sich vom Parkplatz zu fahren. Gut, ich ließ sie etwas ausbocken und fuhr erstmal mit der Bahn ins Geschäft. Kollege Baumann hat am Mittag mit etwas Batterie-Motivation nachgeholfen und dann haben wir zwei uns wieder vertragen. Frauen….

Die Städte Dresden und Berlin haben es mir angetan und Folgebesuche sind Pflicht. Danke Otto für den Empfang… wir kommen wieder! ;)

Fast hätte ichs vergessen. Auf der Rücktour sind wir noch bei meinem ehemaligen Mitbewohner Stone in Mylau vorbeigejubelt. Einen Besuch der legendären Göltschtalbrücke haben wir uns nicht nehmen lassen.

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