Archiv für die Kategorie ‘Technisches’

Selbstgehosteter Clouddienst mit ownCloud

Sonntag, 20. Januar 2013

owncloud_loginPassend zur Einführung des papierlosen Büros und zum Start von Kims neuem Clouddienst möchte ich eine selbst hostbare Cloud™lösung mit ownCloud vorstellen.

Vor ein paar Monaten hatte ich einen ersten Blick auf ownCloud geworfen. Das OpenSource Projekt wurde 2010 von einem KDE Entwickler ins Leben gerufen. Vor ein paar Tagen hat mich Thomas erneut auf die Software aufmerksam gemacht und ich muss feststellen: ownCloud ist erwachsen geworden.

Worum geht es?

Frei nach dem Motto “Take back control” ermöglicht owncloud das hosten einer Infrastruktur, mit der man alle seine Daten, Kontakte, Termine, etc über mehrere Geräte hinweg synchron halten kann. Dank offener Schnittstellen wie webdav, caldav und carddav, können viele externe Anwendungen auf die Daten zugreifen. Für iOS und Android gibt es Apps, die den Zugriff auf den Cloudspeicher ermöglichen. Um den ClientSync auf Windows, OSX und Linux kümmern sich entsprechende Clientanwendungen.

Die Installation ist denkbar einfach: Zip archiv auf dem server entpacken, in ein vom Webserver zugreifbares Verzeichnis kopieren, DB anlegen, webinstaller starten, fertig! Im Endeffket nicht schwieriger als ein WordPress Setup.

owncloud_clientsyncDie Featureliste ist lang und lässt aus meiner Sicht keine Wünsche offen, da zusätzlich zu den Corefunktionen ein Sack voller Plugins auf den User wartet.

Den Clientsync habe ich bis dato auf einem Linux-PC und einem Mac getestet. Das funktioniert wie erwartet.

Fazit

Ich werde die Dropbox durch meine ownCloud Installation ablösen, denn die Software bietet alles, was ich brauche. In der zukünftigen Version 5 sind weitere Fortschritte zu erwarten. Hiermit wird dann auch die Verschlüsselung der Daten auf dem Server komplettiert.

Ein paar Worte zum Thema “Security”

Sicherheit und Privatsphäre sind wichtig und für viele Leute ein Grund, nicht auf Lösungen wie Dropbox, iCloud o.ä. zu setzen und so ist der Drang nach dem Selbsthosten solcher Dienste ungebrochen. Ich bin auch ein Verfechter dieser Theorie und hoste meine Webseiten und Mailaccounts seit vielen Jahren auf meinem eigenen Rootserver. Mit owncloud ist das hosten aller übrigen Daten ein Kinderspiel. Nichts desto trotz sollte sich jeder die folgende Frage stellen und für sich selbst beantworten:

Habe ich die technischen Mittel und das Know-How, um tatsächlich für eine sichere Umgebung für meine privaten Daten zu sorgen?

Man könnte diese Frage in weitere Bereiche herunterbrechen: ist meine Maschine tatsächlich ausreichend gegen Angriffe geschützt? Wie ist mein Patchmanagement? Sorgt mein hoster für ausreichende Sicherheitsmaßnehmen um meine Daten zu schützen?

Um es auf den Punkt zu bringen: Firmen wie Dropbox, Google oder Apple investieren immense Mittel in die Sicherheit und Integrität ihrer Infrastruktur. Jeder muss für sich selbst klären, ob er das besser kann, denn im schlimmsten Fall sind die Daten nachher deutlich schlechter aufgehoben, als bei einem kommerziellen Anbieter.

Fragen? Kommentare? Testaccount? Gerne! :)

Papierlos 2013

Samstag, 12. Januar 2013

photoBereits im letzten Jahr habe ich häufiger über die sich anhäufenden Papierstapel und prallen Aktenordner in meinem häuslichen Büro geschimpft und nach Lösungen gesucht. Spätestens aber nach der Blogreihe von Julian und der Aktion #paperless2013 stand die Umsetzung des papierlosen Büros ganz groß auf der “gute Vorsätze” Liste für das neue Jahr.

Voraussetzungen

für eine erfolgreiche verdigitalisierung des Schriftverkehrs sind:

1.) ein Konzept (was will ich bis zu welchem Grad digitalisieren?) und
2.) die passende Hardware.

Konzept

Zu 1.) sollte man sich im Vorfeld über die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren, Stichwort “Aufbewahrungsfristen“. Verträge, Zeugnisse, Urkunden, etc sollte man sicherlich nicht durch den Papierschredder schieben.

Bei mir läuft das folgendermaßen: alles was bereits wohl sortiert in Ordnern abgeheftet ist, bleibt auch dort und wird bis zum Ablauf der Fristen eingelagert. Lediglich Dokumente, die ich regelmäßig hervorgekramt habe, wurden digitalisiert. Hier muss jeder seine individuellen Bedürfnisse ermitteln und danach handeln.

Hardware

Zu 2.) musste ich nicht lange suchen. Ich habe mich wie Julian und Cashy für den Fujitsu ScanSnap S1500 entschieden. Das Gerät tut mit einer “one button” Lösung genau das, was es soll:

  • Papier(stapel) rein
  • Knopf drücken
  • *zzzp zzzp zzzp*
  • ein volldurchsuchbares PDF liegt im Zielordner
  • ob das dokument farbig, s/w, ein- oder doppelseitig ist, ermittelt das Gerät automatisch.

Und was ich zuvor nicht für möglich gehalten habe: die ganze Papierlosgeschichte macht nur mit durchsuchbaren PDFs Sinn, denn dann ist es völlig egal, wie das Dokument heißt oder wo es abgelegt ist: spotlight (die suchfunktion von OSX) findet ALLES. Beispiel:

Aus unerklärlichen Gründen habe ich die PIN meiner SIM-Karte 3 mal falsch eingegeben und benötige nun die PUK zum Entsperren der SIM. Bis vor kurzem musste ich zu Hause irgendeinen™ Ordner durchwühlen, um das entsprechende Schreiben zu finden. Heute läuft das folgendermaßen:

  • CMD+SPACE drücken (um spotlight zu öffnen)
  • “puk sim” eingeben
  • das gefundene PDF öffnen
  • fertig!

Zusatzsoftware benötige ich dank Spotlight nicht!

Noch ein paar Spartips zur Scannerbeschaffung

Den Fujitsu ScanSnap S1500 gibt es in einer Windows und einer Mac Variante (S1500M). Die Windowsvariante ist 100€ günstiger (warum auch immer), funktioniert aber ebenfalls völlig tadellos an einem Mac. Weitere 100€ lassen sich durch die Veräußerung der beiliegenden “Adobe Acrobat X für Windows” Lizenz erzielen, sodass sich die Anschaffungskosten recht gut optimieren lassen.

Fujitsu hat vor ein paar Tagen einen neuen Scanner auf den Markt geworfen: den ScanSnap iX500. Dieser hat zusätzlich eine WLAN Schnittstelle und scannt anstatt 20, 25 Seiten/Minute.

Fazit

Die Sache ist super und die Umsetzung dank der guten Hardware/Software Kombo total easy. Eingehende Briefe werden inzwischen geöffnet, gescannt und geschreddert! Papierstapel adeeee! :D

Fragen? Immer her damit!

A new toy for the boy – Philips Living Colors

Dienstag, 05. Juni 2012

In Willys stylischer Hinterhof-Bude in Berlin entdeckt, zwei Tage später in unserem Wohnzimmer: Philips Living Colors. Von Vorne:

Philips hat vor einiger Zeit eine neue Produktlinie im Bereich Beleuchtungskonzept auf den Markt geworfen. Es handelt sich um unterschiedliche LED Strahler, die die Farbe wechseln. Bis dahin nichts Besonderes. ABER: die Strahler gibt es nicht nur in unterschiedlichen Formen und Montagevarianten (Steh-, Wand-, Deckenleuchten), sondern auch mit einer entsprechenden Fernbedienung (Bild). Dieses schnuckelige Gerät (SmartLink) spricht über 2,4 GHz mit _allen_ Strahlern in der Wohnung. Man kann nun Helligkeit, Farbe (ganz cool via ClickWheel), Farbintensität und Farbwechselintervall einzeln oder global für alle Strahler von diesem Teilchen aus steuern. Bis zu drei “Stimmungskonfigurationen” können abgespeichert werden. Maximal 50(!) Strahler können je SmartLink verwaltet werden.

Seit nun einer guten Woche bestrahlen 2 Philips LivingColors Bloom in weiß unser Wohnzimmer und … ihr könnt es bereits erahnen … ich bin BE-GEI-STERT!

Das erste RootCamp in Berlin

Samstag, 26. Mai 2012

Gestern und heute fand in Berlin das erste RootCamp statt. Im Barcampstil (Unconference) trafen sich rund 40 Admins und Techies aus dem OpenSource Umfeld um die unterschiedlichsten Themen zu bequatschen. In 3 Tracks wurden rund 15 Sessions sowohl im Vortrags- als auch im Workshopstil gehalten.

Organisation, Rahmenprogramm, Räumlichkeiten und Verpflegung waren vorbildlich. Vielen Dank an das Orgateam und die Sponsoren: Netways, Linuxtag, Suse, OSBF, Eucalyptus, Linux Magazin, Admin Magazin, MyMuesli und Rothaus. Es wäre wirklich schön, wenn sich das Format etablieren würde und im kommenden Jahr noch mehr Teilnehmer zum Erfolg des RootCamps beitragen könnten.

Löschen von Songs auf dem iPhone wenn iTunes Match verwendet wird

Dienstag, 03. Januar 2012

Zum gestrigen Beitrag bezüglich iTunes Match gab es in den Kommentaren noch eine Anmerkung, die sich um das Löschen von Songs auf dem iPhone/iPad dreht. Hierbei geht es darum, wie man lokal vorgehaltene Titel/Alben/Playlisten wieder von dem Gerät verbannt. Die Titel werden nicht aus der Cloud entfernt, sondern es wird lediglich Speicherplatz auf dem Gerät freigegeben.

Dies habe ich kurz in ein Filmchen gegossen.

Danke an JP für den Input.

P.S. Ich gebe zu, der Bildausschnitt ist etwas groß … im FullScreen sieht’s gut aus! ;)

iTunes in der Cloud – ein erstes Fazit

Montag, 02. Januar 2012

Seit ein paar Wochen ist iTunes Match endlich auch in Deutschland verfügbar.

Funktion

Die Sache funktioniert folgendermaßen: iTunes analysiert die Mediathek und entscheidet, welche Titel bereits im iTunes Store vorhanden sind. Alle anderen Titel werden einmalig hochgeladen, was je nach Anzahl der Songs und Bandbreite der Internetleitung einige Tage in Anspruch nehmen kann. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, steht die gesamte Library auf bis zu 5 Geräten zur Verfügung und zwar vollständig. Einzige Einschränkung: ein Rechner muss die Mastermediathek beherbergen. Nur hier können beispielsweise MP3s importiert werden, die dann wieder über obigen Mechanismus analysiert und im Zweifel in die iCloud geladen werden.

Das Ganze hat einen weiteren Vorteil: vor zehn Jahren erstelle MP3s in mangelhafter Qualität, die iTunes Match im iTunesStore wiederfindet, können kostenfrei in qualitativ hochwertige AACs umgewandelt und beliebig oft auf den angemeldeten Geräten heruntergeladen werden. Wie das geht, beschreibt Erik.

Gekaufte Artikel stehen sofort auf allen Geräten zur Verfügung.

(mehr …)

WesternDigital Studio mit schlechter Performance unter OSX Lion

Samstag, 08. Oktober 2011

Seit dem Umstieg auf Lion habe ich mich oft über die mangelhafte Performance meiner externen Festplatte gewundert. Auf der WD Studio 1TB lagern meine RAWs und Filmquellen. Aperture und iMovie waren oft unerklärlich langsam.

Heute habe ich endlich Zeit gefunden und bin der Sache auf den Grund gegangen. Nach etwas Stöbern auf der WD Seite bin ich auf die “WD Macintosh +TURBO Drivers (64 bit)” gestoßen. Hmmm… klingt recht passend. Installiert und tadaaaa. Die Platte rödelt wieder in gewohnter Geschwindigkeit. Passenderweise erhält das Gerät ein neues Icon (siehe Bild).

Bei der Gelegenheit kann man dann auch gleich ein Firmwareupgrade durchführen. Hierbei ist wichtig, dass die Platte via USB angeschlossen ist. Über Firewire tust nicht.

WISO Steuer für den MAC

Freitag, 07. Oktober 2011

ENDLICH! Der Buhl Verlag hat nach jahrelangem Bitten und Betteln der Apfelbenutzer eine Mac Version der beliebten Steuersoftware angekündigt. Im November wird das Paket auf den Markt kommen und spätestens dann kann ich Windows endlich aus meinem privaten Leben streichen.

Für folgende Einkunftsarten ist WISO Steuer Mac geeignet:

* Nichtselbstständige Tätigkeiten (inkl. Grenzgänger)
* Selbstständige Tätigkeiten und Gewerbebetrieb
* Kapitaleinkünfte
* Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
* Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft sowie Weinbau
* Ausländische Einkünfte
* Sonstige Einkünfte

Das Ganze gibt es für 45 € bei Amazon, oder für 39€/Jahr im Abo.

GoPro Testdrive

Donnerstag, 15. September 2011

Ich bin ein großer Fan der Alltagsvideographie. So musste nach mehrfacher Empfehlung eine wasserdichte Actioncam her: die GoPro Hero. Mit der handlichen HD Cam ist man in jeder Lebenslage “ready to shoot”. GoPro verkauft endloses Zubehör zu unverschämt hohen Preisen, aber damit lässt sich das Stück Hardware nahezu überall befestigen. So zum Beispiel am Auto.

Gestern habe ich einen kurzen Testdrive unternommen und verschiedene Verbaupositionen ausprobiert. There you go:

Heute kommen die Befestigungssätze für Bike und Helm. :D

If this then that

Dienstag, 02. August 2011

Aleks war so nett und hat mich zu “If this then that” eingeladen. Anfangs war ich skeptisch, doch je mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr Potenzial entdecke ich in der Geschichte.

Der Dienst ist nichts weiter als eine simple Ruleengine, die X Onlinedienste miteinander verheiratet. Aktuell sind folgende Channels verfügbar:

So lässt sich zum Beispiel abbilden: Wenn ein Foto mit Instagram geschossen wird, dieses bitte in meinem WordPress Blog veröffentlichen. Oder: wenn freitags in Stuttgart die Sonne scheint, bitte einen Tisch bei Il Pomodoro bestellen.

Die Möglichkeiten sind unendlich (sinnlos). ;)

IFTTT ist noch closed beta. Ich habe noch 4 invites zu vergeben. Bei Interesse einfach kurz melden.

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