Archiv für Juli 2012

Das Travel Setup von Christian Leu

Sonntag, 01. Juli 2012

Was ich so tue?

Heute vor 10 Jahren habe ich meine Arbeit als Exportleiter in einer kleinen Schweizer KMU begonnen und mich vom Reisemuffel zum Vielflieger verändert. Eine schöne Zeit, in der ich viele interessante Menschen in ganz Europa kennen gelernt und auch viel gelernt habe. Gleichzeitig habe ich mir damals meinen Blog leumund.ch eingerichtet, auf dem ich über allerlei Dinge wie Umwelt, Technologie und das Leben schreibe.

Nachdem ich die letzten 5 Jahre als Sales Manager in einer internationalen Grossfirma in Osteuropa aktiv war, wird sich mein Fokus ab dem 2. Juli stark auf Deutschland verlagern. Ich werde als Sales Manager für neue Produkte zuständig sein und teilweise in München leben, kann aber meinen Hauptwohnsitz in der Schweiz, in Bern behalten.

Dafür werde ich vermehrt in Deutschland mit dem Auto unterwegs sein, den ICE vermehrt nutzen, ab Zürich nach Deutschland und teilweise auch weiterhin nach Osteuropa aufbrechen. Die technologische Entwicklung ermöglicht uns heute ein komfortables Arbeiten von fast jedem Platz der Erde aus, und ich habe das Vergnügen diese Art des Arbeitens selber zu erleben.

In all den Jahren gewöhnt man sich vorallem an eines, alleine unterwegs zu sein und flexibel auf alle möglichen Situationen zu reagieren. Gleichzeitig legt man sich sein Travel Setup zu, das sich aber über die Jahre auch immer wieder verändert.

Reiseorganisation

Grundsätzlich kann man sich das Reisen mehr oder weniger schwer Gestalten. Einerseits durch eine clevere Planung, anderseits indem man sich bewusst ist, dass man auf Reisen meistens nicht selber über alles bestimmen kann. Verzögerungen, Wartezeiten, technische Pannen und Planänderungen gehören dazu. Das muss man sich einfach bewusst sein, und so bringt es nichts, wenn man sich deshalb in irgendeiner Art stressen lässt. Ich habe mir angewöhnt, meine Reisetätigkeiten nach Möglichkeit auf 3 Tage in der Woche zu planen, so dass ich Montag und Freitag je einen Tag im Büro bin um die ganzen Dinge zu erledigen die vor oder nach einer Reise zu erledigen sind.

Je nach Programm kann es gut sein, dass man in den 3 Tagen unterwegs kaum eine E-Mail schreiben kann. Dazu kommt, dass Montag und Freitag auf Flughäfen genauso zu meiden sind, wie die Wochenenden. Ich will jetzt nicht wie Sven die Wenigflieger blamieren, aber man gewöhnt sich halt einiges an, wenn man fast wöchentlich fliegt.

Reisegepäck

Je länger ich unterwegs bin, desto mehr Koffer hat man. Nachdem ich Kofferdirekt.de entdeckt hatte, musste ich einen Moment lang fast aufpassen nicht zu einem Kofferjunkie zu werden und mir andauernd neue Koffer zu kaufen. Die Preise sind für uns Schweizer einfach unschlagbar.

Nachdem ich mir mal einen Fauxpas mit einem Tumi Koffer erlaubt habe, der Koffer war schweineteuer, funktionell überhaupt nicht praktisch und erst noch viel zu tief um in einfach ins Flugzeug mitzunehmen. Aus Fehlern lernt man, und in der Zwischenzeit habe ich aus der Samsonite PRO-DLX 3 Serie zwei treue Begleiter gefunden.

Meine zwei Samsonite PRO-DLX 3 Koffer für einmal im trauten Heim.

Der kleine Koffer für kurze Reisen, der grössere wenn es länger geht und ab und zu gleich beide zusammen. Es macht Spass, ein Qualitativ hochwertiges Produkt zu besitzen, bei dem auch nach einigen Dutzend Flügen noch jede Naht sitzt und die Rollen sauber rollen. In einer solchen Situation einen Billigkoffer zu nutzen wäre einfach nur törricht.

Kommunikationszentrale

Eine wichtige Veränderung die in den letzten Jahren stattgefunden hat, ist die Verfügbarkeit von Internet an fast allen Orten der Welt. Dies ermöglicht einerseits, dass man dank Twitter irgendwie immer auch zuhause ist, anderseits, dass man mit Roaminggebühren die Telekomanbieter reicht macht. Um dies zu umgehen habe ich mittlerweile eine ansehliche Sammlung von Prepaid Data SIM Karten aus den verschiedensten Ländern.

Meine SIM Karten Sammlung, der UMTS Router von Trekstor, kurze Ladekabel von Griffin und mein Kindle.

Da ich aber nicht einfach in jedem Land eine andere Handynummer haben kann, habe ich mir einen praktischen Trekstor UMTS Router gekauft, mit dem ich dann jeweils mein iPhone, iPad und den Lenovo Laptop mit Internet versorge. Die Tarife sind meistens irgendwo im Bereich 1-2 Euro pro Tag, oder dann zwischen 10 und 20 Euro für 1 GB Datenverkehr. Auf jeden Fall um einiges günstiger als die Roamingtarife.

Zusätzlich zu den erwähnten Gadgets habe ich meistens auch meinen Kindle dabei, auch eine der schönen Dinge, wenn man heutzutage reist, da man seine dabei hat oder sich spontan ein Buch kaufen kann.

Tipps und Tricks

Gelassenheit ist das eine, gute Organisation das andere.

  • Kurze Kabel
    Wer kennt es nicht, Kabel machen sich irgendwie immer selbstständig, verknoten sich oder nehmen einfach zuviel Platz ein. Ich habe auf meinen Reisen immer ein iPhone Kabel, ein Mini-USB für den Trekstor und ein Micro-USB für den Kindle in extrakurz dabei. Die Kabel gibt es entweder in Farbe von Griffin oder in Schwarz von Belkin.
  • Reiseunterlagen in Evernote
    Wer meinen Blog liest weiss, ich habe Evernote als meinen ständigen Begleiter und so finden alle e-Tickets, Hotelbuchungen und Reiseinformationen den Weg dorthin. Ich drucke mir kaum noch etwas aus, da ich eigentlich immer eine Möglichkeit finde die Information in Evernote zu finden.
  • Identitätskarte nutzen
    Verlässt man die Schengenzone, muss man schnell mal wieder an einer Grenze anstehen. Meistens findet eine gewisse Willkür statt, eine gefühlt langsame Abfertigung kann man aber nicht beschleunigen. Ich habe mir aber angewöhnt, soweit möglich nur noch die Identitätskarte vorzuweisen. Der Zöllner hat dann nämlich keine Gelegenheit mehr, den Reisepass mit wichtiger Miene dreimal vor- und rückwärts zu lesen und der Spass mit dem Stempel erspart man ihm auch.

Eigentlich wollte ich noch von den genialen Reiserasierschaumdosen von Biotherm, dem wirklich stabilen Reisekulturbeutel von Blacksocks oder dem Trick mit der elektrischen Zahnbürste im Doppelpack schreiben. Aber vielleicht ist es doch besser einfach noch auf den Beitrag über meine liebsten Reiseapps hinzuweisen.

Morgen geht’s nochmals nach Budapest, die Woche darauf dann für zwei Wochen nach München. Da ich dort neu bin, bin ich natürlich froh um jegliche Tipps und Tricks, Hinweise auf Wohnungen oder Erwachsenen-WG’s und komme gerne mal abends raus in einen Biergarten um zu lernen.

Das Travel Setup von Willy Otto

Sonntag, 01. Juli 2012

Wer bist Du? Was tust Du und warum reist Du?

Hallo, ich bin Willy. Ich arbeite als selbstständiger IT-Berater und wohne seit 5 jahren in Berlin. Da mich meine Kunden meistens irgendwo in der Republik vor Ort haben wollen, muss ich pendeln. Meine Reisekette ist entweder Taxi-Flieger-ÖPNV oder S-Bahn-ICE-ÖPNV. Privat bin ich auch gerne unterwegs. Einmal im Jahr geht es nach Japan, was sich mittlerweile wie eine zweite Heimat anfühlt. Zwischendurch hübsche Städte in Europa oder auch mal New York.

Dein Travelsetup?

Airlines

Meistens fliege ich Lufthansa oder andere Airlines der Star Alliance. Die Abläufe am Boden funktionieren fast immer reibungslos, das ist mir sehr wichtig. Bei Flügen innerhalb Europas kann man ohne Probleme eine halbe Stunde vor Abflug am Airport sein und wird immer noch mitgenommen. In Tegel reichen mir 20 Minuten.

Ich überlege mir zur Zeit ob es wirklich Sinn macht wegen Meilen und Status bei der Star Alliance zu bleiben. Da ich immer sehr pünktlich am Airport bin nutze ich die Lounges nur um mich mit Obst fürs Wochenende einzudecken (Zur Zeit gibt es Cocktails in Pappdosen. Mitnehmen, die sind überraschend brauchbar!). Die Meilen sind nur was wert wenn man sie für Upgrades oder Freiflüge nutzt. Alles in allem kommt zu wenig zurück. Der Gegenwert der Sachprämien ist sowieso absolut lächerlich wenn man ausrechnet was einen die Meilen gekostet haben. Wie wäre es mit 5% Rabatt auf den Flugpreis für Statuskunden? Vielleicht wäre Airberlin eine Alternative, aber preiswerter sind die nur wenn man sehr lange im vorraus auf Halde bucht. Vielleicht schaffe ich diesen Sommer endlich die PPL, dann kann ich mir das ganze rumgewurste sparen.

Ansonsten freue ich mich sehr darauf, die neue FRA-HND Route von ANA auf der schönen neuen 787 auszuprobieren. Der klassische Narita Airport ist eine Stunde Zugfahrt von Tokyo entfernt und durch die riesen Schlangen bei Immigration verliert man noch mal ewig Zeit. Haneda dagegen ist in der Bucht direkt vor Tokyo und 15 Minuten Monorail von der Innenstadt entfernt. Letztes Jahr habe ich den von Hong Kong angeflogen und schwupps, 45 Minuten nach der Landung war ich im Hotel! ANA hat außerdem eine tolle neuerung in der Kabine: Wenn man die Lehne nach hinten verstellt rutscht man mit dem Po nach vorne. Die Lehne bleibt an ihrem Platz und die Haare des Passagiers vor einem sind nicht im eigenen Gesicht falls der sich zurücklehnt. Das Essen an Bord ist wunderbar und die Bar gut sortiert.

Lieblingsflughafen

Ganz klar TXL. Kürzeste Wege, 80ies-Style, Taxi-Chaos, ich werde die alte Tante Tegel vermissen. Leider ist der viel zu klein für Ost und West-Berliner sowie die ganzen Touris geworden. Zur Zeit nehme ich fast jeden Montag LH 171 um 6:10 nach FRA, da zählt jede Minute schlaf. Ab BER werde ich mindestens 20 Minuten früher aufstehen müssen.

Travel Essentiale

– Kindle 3G
– 15″ MBP mit SSD und mattem Bildschirm
– Samsung Galaxy S2
– Nivea Soft Creme und Salzwasser Nasenspray gegen trockene Haut und Schleimhäute bei langen Flügen
– Dicke Kniestrümpfe aus Wolle gegen kalte Füße im Flieger.

Mein Gepäck

– Rimowa Salsa Cabin Trolley. Der kleine hat bestimmt 150 Flüge hinter sich und lebt immer noch. Alles was ich vorher hatte, hat nach spätestens einem halben Jahr aufgegeben. Protip: Man kann dieses Modell als Schlitten benutzen.
– Rimowa Multiwheel LH-Edition. Für alles länger als 10 Tage. Meistens reicht der kleine, deshalb habe ich ihn noch kaum genutzt. Sieht aber auch zu Hause schick aus.
– Kleine Reisetasche von Urban Outfitters für Reisen unter drei Tagen.
– Lederhandtasche für den Herrn. Nervt nicht, auch wenn man den ganzen Tag damit unterwegs ist und ist absolut diebstahlsicher. Aus Schweizer Armeebeständen, die gibt es auf Züricher Flohmärkten. Meine hat ein Brandzeichen das besagt das sie 1967 hergestellt wurde.
– Reisemappe, Kulturbeutel, sowie Netztäschchen von Muji. Die Muji Kulturbeutel kann ich sehr empfehlen, da sie nicht einsiffen, der Reissverschluss hält und man alles schnell findet da das Material transparent ist.
– Schwarzer Stoffbeutel. Diese Beutel sind mein Geheimtipp als Handgepäck. Es passt beliebig viel oder wenig rein und alles ist schnell gefunden. Braucht man ihn nicht, nimmt er keinen Platz weg. Geht er kaputt kauft man sich einen neuen. Mit Jacke gefüllt ein super Kopfkissen.

Grillcamp 2012 in Hamburg

Sonntag, 01. Juli 2012

In 3 Wochen ist es endlich soweit: das erste Grillcamp (im Unkonferenz Stil) findet in der Hamburger StarKüche statt. An zwei Tagen soll gegrillt werden, was das Zeug hält. Wie bei allen Unkonferenzen soll es auch hier keine Zuschauer, sondern ausschließlich Teilnehmer geben. Mit anderen Worten: jeder soll mit seinen Grillideen, Anregungen oder Fragen antreten. Hierzu gibt es eine Einkaufsliste, die auf Basis der Rezeptideen durch die Teilnehmer befüllt wird.

Da die Beschaffung der Zutaten offensichtlich nicht vollständig durch Sponsorengelder abgedeckt werden kann, ist ein Teilnehmerbeitrag von € 40,- fällig. Im ersten Moment mag das recht saftig klingen (vor allem weil Barcamps in der Regel kostenneutral sind), aber in Anbetracht des Aufwands, der kulinarischen Highlights und vor allem der Location finde ich den Betrag durchaus gerechtfertigt.

Ich bin dabei und freue mich auf lustige, inspirierende und vor allem leckere Tage in Hamburg.

Wer kommt mit?