Archiv für Januar 2013

Grillcamp 2013

Freitag, 25. Januar 2013

GrillcampNach dem ersten Grillcamp des vergangenen Jahres, gibt es in 2013 eine Fortsetzung in der Hamburger Starküche. Am 1. und 2. Juni kann wieder gegrillt werden, was das Zeug hält. Es gibt die einmalige Chance, außergewöhnliche Zutaten und professionelles Material zu testen.

Hoffentlich kann ich es terminlich einrichten … im letzten Jahr war die Veranstaltung gran-di-os! Hier geht’s zur entsprechenden mixxt Seite.

Selbstgehosteter Clouddienst mit ownCloud

Sonntag, 20. Januar 2013

owncloud_loginPassend zur Einführung des papierlosen Büros und zum Start von Kims neuem Clouddienst möchte ich eine selbst hostbare Cloud™lösung mit ownCloud vorstellen.

Vor ein paar Monaten hatte ich einen ersten Blick auf ownCloud geworfen. Das OpenSource Projekt wurde 2010 von einem KDE Entwickler ins Leben gerufen. Vor ein paar Tagen hat mich Thomas erneut auf die Software aufmerksam gemacht und ich muss feststellen: ownCloud ist erwachsen geworden.

Worum geht es?

Frei nach dem Motto „Take back control“ ermöglicht owncloud das hosten einer Infrastruktur, mit der man alle seine Daten, Kontakte, Termine, etc über mehrere Geräte hinweg synchron halten kann. Dank offener Schnittstellen wie webdav, caldav und carddav, können viele externe Anwendungen auf die Daten zugreifen. Für iOS und Android gibt es Apps, die den Zugriff auf den Cloudspeicher ermöglichen. Um den ClientSync auf Windows, OSX und Linux kümmern sich entsprechende Clientanwendungen.

Die Installation ist denkbar einfach: Zip archiv auf dem server entpacken, in ein vom Webserver zugreifbares Verzeichnis kopieren, DB anlegen, webinstaller starten, fertig! Im Endeffket nicht schwieriger als ein WordPress Setup.

owncloud_clientsyncDie Featureliste ist lang und lässt aus meiner Sicht keine Wünsche offen, da zusätzlich zu den Corefunktionen ein Sack voller Plugins auf den User wartet.

Den Clientsync habe ich bis dato auf einem Linux-PC und einem Mac getestet. Das funktioniert wie erwartet.

Fazit

Ich werde die Dropbox durch meine ownCloud Installation ablösen, denn die Software bietet alles, was ich brauche. In der zukünftigen Version 5 sind weitere Fortschritte zu erwarten. Hiermit wird dann auch die Verschlüsselung der Daten auf dem Server komplettiert.

Ein paar Worte zum Thema „Security“

Sicherheit und Privatsphäre sind wichtig und für viele Leute ein Grund, nicht auf Lösungen wie Dropbox, iCloud o.ä. zu setzen und so ist der Drang nach dem Selbsthosten solcher Dienste ungebrochen. Ich bin auch ein Verfechter dieser Theorie und hoste meine Webseiten und Mailaccounts seit vielen Jahren auf meinem eigenen Rootserver. Mit owncloud ist das hosten aller übrigen Daten ein Kinderspiel. Nichts desto trotz sollte sich jeder die folgende Frage stellen und für sich selbst beantworten:

Habe ich die technischen Mittel und das Know-How, um tatsächlich für eine sichere Umgebung für meine privaten Daten zu sorgen?

Man könnte diese Frage in weitere Bereiche herunterbrechen: ist meine Maschine tatsächlich ausreichend gegen Angriffe geschützt? Wie ist mein Patchmanagement? Sorgt mein hoster für ausreichende Sicherheitsmaßnehmen um meine Daten zu schützen?

Um es auf den Punkt zu bringen: Firmen wie Dropbox, Google oder Apple investieren immense Mittel in die Sicherheit und Integrität ihrer Infrastruktur. Jeder muss für sich selbst klären, ob er das besser kann, denn im schlimmsten Fall sind die Daten nachher deutlich schlechter aufgehoben, als bei einem kommerziellen Anbieter.

Fragen? Kommentare? Testaccount? Gerne! 🙂

Papierlos 2013

Samstag, 12. Januar 2013

photoBereits im letzten Jahr habe ich häufiger über die sich anhäufenden Papierstapel und prallen Aktenordner in meinem häuslichen Büro geschimpft und nach Lösungen gesucht. Spätestens aber nach der Blogreihe von Julian und der Aktion #paperless2013 stand die Umsetzung des papierlosen Büros ganz groß auf der „gute Vorsätze“ Liste für das neue Jahr.

Voraussetzungen

für eine erfolgreiche verdigitalisierung des Schriftverkehrs sind:

1.) ein Konzept (was will ich bis zu welchem Grad digitalisieren?) und
2.) die passende Hardware.

Konzept

Zu 1.) sollte man sich im Vorfeld über die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren, Stichwort „Aufbewahrungsfristen„. Verträge, Zeugnisse, Urkunden, etc sollte man sicherlich nicht durch den Papierschredder schieben.

Bei mir läuft das folgendermaßen: alles was bereits wohl sortiert in Ordnern abgeheftet ist, bleibt auch dort und wird bis zum Ablauf der Fristen eingelagert. Lediglich Dokumente, die ich regelmäßig hervorgekramt habe, wurden digitalisiert. Hier muss jeder seine individuellen Bedürfnisse ermitteln und danach handeln.

Hardware

Zu 2.) musste ich nicht lange suchen. Ich habe mich wie Julian und Cashy für den Fujitsu ScanSnap S1500 entschieden. Das Gerät tut mit einer „one button“ Lösung genau das, was es soll:

  • Papier(stapel) rein
  • Knopf drücken
  • *zzzp zzzp zzzp*
  • ein volldurchsuchbares PDF liegt im Zielordner
  • ob das dokument farbig, s/w, ein- oder doppelseitig ist, ermittelt das Gerät automatisch.

Und was ich zuvor nicht für möglich gehalten habe: die ganze Papierlosgeschichte macht nur mit durchsuchbaren PDFs Sinn, denn dann ist es völlig egal, wie das Dokument heißt oder wo es abgelegt ist: spotlight (die suchfunktion von OSX) findet ALLES. Beispiel:

Aus unerklärlichen Gründen habe ich die PIN meiner SIM-Karte 3 mal falsch eingegeben und benötige nun die PUK zum Entsperren der SIM. Bis vor kurzem musste ich zu Hause irgendeinen™ Ordner durchwühlen, um das entsprechende Schreiben zu finden. Heute läuft das folgendermaßen:

  • CMD+SPACE drücken (um spotlight zu öffnen)
  • „puk sim“ eingeben
  • das gefundene PDF öffnen
  • fertig!

Zusatzsoftware benötige ich dank Spotlight nicht!

Noch ein paar Spartips zur Scannerbeschaffung

Den Fujitsu ScanSnap S1500 gibt es in einer Windows und einer Mac Variante (S1500M). Die Windowsvariante ist 100€ günstiger (warum auch immer), funktioniert aber ebenfalls völlig tadellos an einem Mac. Weitere 100€ lassen sich durch die Veräußerung der beiliegenden „Adobe Acrobat X für Windows“ Lizenz erzielen, sodass sich die Anschaffungskosten recht gut optimieren lassen.

Fujitsu hat vor ein paar Tagen einen neuen Scanner auf den Markt geworfen: den ScanSnap iX500. Dieser hat zusätzlich eine WLAN Schnittstelle und scannt anstatt 20, 25 Seiten/Minute.

Fazit

Die Sache ist super und die Umsetzung dank der guten Hardware/Software Kombo total easy. Eingehende Briefe werden inzwischen geöffnet, gescannt und geschreddert! Papierstapel adeeee! 😀

Fragen? Immer her damit!

Eine Woche car2go in Stuttgart

Freitag, 04. Januar 2013

Foto: Daimler AG

Foto: Daimler AG

Ich habe die erste Woche des Jahres dazu genutzt, das Angebot der Kollegen von car2go intensiv zu testen: Das reichte von einer kurzen Spritztour an den Neckar, bis hin zum täglichen pendeln ins Büro.

Von Anfang: car2go ist ein flexibles CarSharing Angebot, das ausschließlich auf Smart Fahrzeuge setzt. Inzwischen gibt es weltweit X Städte, in denen man das Angebot nutzen kann. Das Geniale: abgerechnet wird auf Minutenbasis … es gibt keinen Grundpreis und auch keinerlei Verpflichtungen. In Stuttgart kommen erstmalig Elektro Smarts zum Einsatz. Im Vorfeld hat die EnBW ein großflächiges Netz an Elektrotankstellen im Stadtgebiet verbaut. Und damit nicht plötzlich unzählige leere Smarts in der Stadt rumstehen, motiviert man die Mieter durch einen Minutenbonus zum Anstöpseln an die Tanksäulen. Das funktioniert so gut, dass sich manche Leute auf das gezielte Umparken von halb leeren Autos spezialisiert haben. 😉

Ich finde das Konzept genial: die Reichweite der Autos (voll geladen sind das gute 100km) ist für den Stadtverkehr völlig OK und E-Smart fahren macht super viel Laune! Das Netz an Elektrotankstellen ist ausreichend groß, einziges Problem: die Säulen sind häufig von „Verbrennern“ zugeparkt. Das ist besonders im Minutenmodell ärgerlich, denn jede Verzögerung bei der Parkplatzsuche kostet bares Geld. Da müssen sich Stadt/EnBW und car2go noch etwas ausdenken. Im Berufsverkehr ist die Lösung sicherlich nicht ganz so wirtschaftlich, wie die Bahn … aber beide Produkte ergänzen sich prima!

Aktuell cruisen™ ca. 200 Autos durch die Stadt, 100 weitere sollen bis Mitte Januar folgen. Ich bin ein Fan!!!